Mehr Wohnraum, weniger Hürden: Die Immobilienwirtschaft im Dialog auf der EXPO REAL
30. September 2026
- Wohnraummangel und Wohnungsbau zählen zu den Kernthemen der EXPO REAL 2026
- Forum „Flexible Housing“ zeigt konkrete Lösungen für den Wohnungsbau und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
- Bundesbauministerin Verena Hubertz diskutiert zur „Zukunft des Neubaus in Deutschland“
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt wird auch 2026 ein zentrales Thema für die Teilnehmer der EXPO REAL sein. Die internationale Fachmesse für Immobilien, Investitionen und Infrastruktur, die vom 5. bis 7. Oktober 2026 in München stattfindet, widmet dem Thema Wohnraummangel erneut eine Sonderausstellung. Zusätzlich sind zahlreiche Vorträge und Diskussionsforen geplant, in denen Experten ihre Lösungsansätze vorstellen werden.
„Mehr Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und die Attraktivität des Standorts Deutschland. Es braucht das Zusammenspiel von Wohnungswirtschaft, Kapitalgebern und nicht zuletzt der Politik, denn entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Neubau. Auf der EXPO REAL bringen wir diese Akteure zusammen und diskutieren konkrete Ansätze und kreative Lösungen, wie mehr Wohnraum schneller realisiert und neue Investitionen ermöglicht werden können“, sagt Claudia Boymanns, Exhibition Director der EXPO REAL.
Flexible Housing im Fokus: Lösungen für mehr Wohnungsbau
Das Forum „Flexible Housing – Opportunities Next Door“ bildet auf der EXPO REAL den zentralen Treffpunkt der Wohnungswirtschaft. Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungsansätze wie unter anderem die Umnutzung von Gewerbe zu Wohnimmobilien, kommunale und staatliche Anreize für mehr Neubau sowie die Potenziale vereinfachter Baustandards. Eingerahmt wird das Forum von einer Ausstellung zu kostengünstigem, ressourcenschonendem und nachhaltigem Wohnen. Auch das Konferenzprogramm greift aktuelle wohnungspolitische und wirtschaftliche Fragestellungen auf und sieht hierzu hochkarätig besetzte Diskussionsrunden vor.
Welche Perspektiven der Wohnungsneubau unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen hat, diskutiert Bundesbauministerin Verena Hubertz am 5. Oktober von 16:00 bis 16:50 Uhr im Panel „Zukunft des Neubaus in Deutschland – Realität, Kapital und Umsetzbarkeit“ im Discussion and Networking Forum.
Auch die geplante Reform des Mietrechts, für die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) im Februar einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt hat, sowie die Pläne zur Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen in Berlin werden auf der EXPO REAL für Gesprächsstoff sorgen. Ökonomen und Marktexperten ordnen die Entwicklungen ein und beleuchten Chancen, Hemmnisse und Perspektiven für den Wohnungsbau.
EXPO REAL Trendindex unterstreicht die Bedeutung von Wohnimmobilien
Wie wichtig das Thema Wohnen von den Akteuren der Immobilienwirtschaft eingeschätzt wird, zeigt auch der Blick auf den aktuellen EXPO REAL Trendindex. In der jährlich vom Meinungsforschungsinstitut IfaD im Auftrag der Messe München durchgeführten Befragung sehen Aussteller und Besucher der EXPO REAL Wohnimmobilien aktuell mit weitem Abstand als die wichtigste Assetklasse für Investitionsentscheidungen (67 Prozent). Rund drei Viertel (74 Prozent) gehen zudem davon aus, dass Wohnimmobilien in den kommenden Jahren stärker als alle anderen Assetklassen an Bedeutung gewinnen werden. Für die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sieht die Mehrheit der Befragten insbesondere die Senkung der Baukosten und die Abschaffung teurer Baustandards als zentrale Faktoren an.
„Die Ergebnisse unseres Trendindex zeigen, dass die Branche beim Thema Wohnen ganz klaren Handlungsbedarf sieht. Entscheidend ist nun, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass aus Investitionsbereitschaft tatsächlich neuer Wohnraum entsteht. Die EXPO REAL bringt hierfür die entscheidenden Akteure der Wohnungswirtschaft an einen Tisch – von Projektentwicklern und Investoren über Kommunen bis hin zur Politik. Diesen Austausch wollen wir voranbringen – und genau darin liegt der besondere Wert der Messe“, fasst Boymanns zusammen.
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